Im Fruahjåhr wånns schen aper wird,
auf da Wiesn då wåchst’s Grås,
[:geh i zu meiner Sennerin,
då gfreit mi ållweil wås.:]
2.) Und wia i zu da Hüttn kimm,
klopf’ i gånz leise ån,
[:ei Sennerin bist den går nit drinn’,
oder schlåfst du heut schon lång.:]
3.) Die Sennerin håt aussa gschrian,
ei du vaflixta Bua,
[:weil du so lång nit kemma bist,
g’hålt i mein Fensterl zua.:]
4.) Da Bua der stopft eahm’s Pfeiferl ån,
und kennt (anzünden) si’s a glei ån,
[:und wia ’as Fei’r håt kråcha ghert,
geht er schen stad davon.:]
5.) Da Bua der geht den Ålmen zua,
und jodelt daß åll’s hållt,
[:die Sennerin håt eahm nåchi greart,
solångs sein Stimm’ håt ghert.:]
1.) Ich bin und bleib ein Junggeselle,
jå weil mir hålt nur graust,
siach i irgendwo a Weiberl,
so an Weiberl weich I aus,
denn untreu sind sie alle,
das sag‘ ich unverhol’n.
Sind wir Männer in der Falle,
tun sie mit uns ja was sie woll’n!
Refrain:
Die Weiber, die Weiber san schlau,
schon die Eva, in Ådåm sei(ne) Frau,
sie hebt ihm s’Apferl soo wie man weiß,
und håt g’sågt, beiß da da beiß, beiß, beiß, beiß,
beiß.
Scho(n) da Ådåm da Esel in der Tåt,
jå weil eahm’s d’Eva hinghåltn håt,
seit dera Zeit o du mei(n), beiß‘ ma ålle hinein.
Schuld daran wår die Eva allein.
2.) Zuerst wird man Mauserl tituliert,
sie streichelt hin und streichelt her,
sie sågt dass dir a nix passiert,
wo du auch gehst und du auch stehst,
nur dich alleine liebe ich,
für dich alleine tu ich nur streb’n,
doch leb’n tuats in Wirklichkeit,
mit gånz an åndern Behm (Böhmen).
Refrain:…..
3.) Is a Maderl sechzehn Jåhre ålt,
und es nähert sich ein Månn,
då sågt a so a Båckfisch,
an Gråfn will sie håb’n.
Mit dreißig Jåhr werdn’s neidisch,
die Eifersucht sie druckts,
aus’n Båckfisch wird a Haifisch,
wås dawischt wird, wird verschluckt.
Refrain:…..
1.) I bins da Turlhofer von da Sunnseitn,
håb' an Krautåcker und a Håberleitn,
håb' zwoa Goaß in Ståll und zwoa Böck in Pfluag,
saub're Dirndl håb' i ållweil gnuag.
Jodler:
Åber Hansl hiatz pass auf, hiatz kimmt da Jodler
drauf,
åber Hansl hiatz pass auf hiatz kimmt a drauf.
[:Hulije dulije diri, hulije dulije diri, ulije dulije
diri,:]
hulije dulije diri a ho
2.) Wånn i aufdenk auf mei junges Leb'n,
wo i då bin umanånda g'legn,
båld am Heubodn, båld im Kuahståll,
woas da Teifi nu wo überåll.
Jodler:…
3.) Und am Heubod'n, isa Mensch ob'n,
wånn s' a Scheni wa, wa i längst drob'n,
weil s' a Schiache is, is ma ållweil g'wiß,
weil s' am Heubodn oman (oben) is.
Jodler:…
4.) Und beim Kuchlfenster håb' i eini g'schaut,
mit'n Kochlöffi håt sie außa g'haut,
mit da Feierzång'n håt s' ma d' Nåsn brennt,und an
Påtznlippü håt s' mi g'nennt.
Jodler:…
1.) I bin schon a stoanåltes Maderl,
zöhl a schon dreiasechzg Jåhr,
i bin schon voll Kröpf und voll Tadeln,
am Kopf und sunst nirgends a Håår, jå
am Kopf und sunst nirgends a Håår.
2.) Die Augen liegn schon gånz weit drinna,
die Knoch’n stehn a weit hervor,
die Nåsn fångt a ån zum rinna,
die Huast’n die plågt mi verfluacht, jå
die Huast’n die plågt mi verfluacht.
3.) Hätt’ a amål heiratn kinna,
a Bäuerl nit går a kloans,
I hättn woll derda (denoch) solln nehma,
er fuadert im Winter zwoa Goaß, jå
er fuadert im Winter zwoa Goaß.
4.) Mit dem ålleweil, ålleweil wårten,
bin i schon a ålte Maschin’,
i håb’ hålt schon nix mehr zu erwårten,
die Schönheit is sauber dahin, jå
die Schönheit is sauber dahin.
I bin da Håns,vom welisch Lånd,
tråg Sensn, Wetzstoa ållerhånd,
und wås i auf mein Bugl tråg,
is lauter guate Såch’.
Jodler:
Fidarei duleri, fidarei duljo,
fidarei duleri, fidarei duljo,
fidarei duleri, fidarei duljo,
da welisch Håns is då.
2.) Heut geh i ins Tirol hinein,
då toan de Maderl juchhe schrein,
geh Bäurin kaf ma an Wetzstoa å,
da welisch Håns is då.
Jodler:… da welisch Håns is då
3.) De Bäurin schreit da Oberdirn,
sie soll nur glei den Stoa probirn,
de Oberdirn is fålsch und schlau,
sie sågt der wetzt ma z’rauh.
Jodler:…sie sågt der wetzt ma z’rauh.
Greane Fensterl,blaue Gatterl,
saub’re Dirndl liabn die Jaga,
[:saub’re Dirndl miaß’ns sein,
kehrn die Jagasburschen öfters ein.:]
2.) Bist a Jaga, tuast gern nåsch’n,
håst a Pulver in da Tåsch’n,
[:håst an Gamsbårt auf’n Huat,
jå meiner Söl (Seele) der steht da sak’risch guat.:]
3.) Rote Reserl, blaue Veigerl,
san die Wangerl wia die Äugerl,
[:herzigs Dirndl grüaß die Gott,
gib mir a Busserl wer’ dabei nit rot.:]
4.) Schwårze Äugerl voller Flåmmen,
Jaga, schiaß mi net zusåmmen,
[:håst mei Herzerl saubrer Bua,
dann kriagst wohl Busserln a nu gnua dazua.:]
# - Diese weitere Strophe fand ich in einem alten
Liederbüchl aus der Zeit des 2.Weltkrieges:
„Sang und Klang aus Steiermark“
4.) De Oberdirn frågt den Oberknecht,
ob er nit gern den Wetzstoa mecht,
dem Oberknecht wår ålles recht,
er sågt der wetzt nit schlecht.
Jodler:… er sågt der wetzt nit schlecht.
5.) Håb åll’s verkauft im Tirolerlånd,
Sensn, Wetzstoa, ållerhånd,
san dort de Maderl nu so schen,
i muaß wieder hoamzua gehn.
Jodler:… i muaß wieder hoamzua gehn.